Homeschooling versus Homeoffice: wie der Spagat gelingen kann
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Homeschooling versus Homeoffice: wie der Spagat gelingen kann

Die pandemiebedingten Schließungen von Kindergärten und Schulen bargen für viele Beschäftigte die Herausforderung, die Home-Office Zeit mit der Versorgung und sinnvollen Beschäftigung der Kinder unter einen Hut bringen zu müssen. Und teilweise bestehen trotz leichter erster Lockerung der Vorgaben nach wie vor enorme Anforderungen im privaten Haushalt. Worin liegen die Strategien derjenigen, die diese Phase erfolgreich gemeistert haben und weiterhin meistern?

Organisieren Sie Ihren Arbeitsalltag

Gehen Sie zunächst die Arbeitsorganisation an. Zunächst richten Sie sich einen festen Arbeitsplatz ein, an dem sie möglichst ruhig und entspannt produktiv sein können, der Ihnen aber gleichzeitig Ihr Kind im Blick zu behalten ermöglicht.

Sind beide Elternteile im Home-Office tätig, sollten Sie den Tag in feste Arbeits- und Ruhephasen untergliedern, indem beispielsweise die eine Person am Vormittag und die andere am Nachmittag der Arbeit nachgeht. Getrennt lebende Elternteile können sich die Aufgaben im Tageswechsel aufteilen. Der kinderfreie Tag kann in einer solchen Konstellation von einem Elternteil für intensives Arbeiten genutzt werden, während der andere die Betreuung der Kinder übernimmt. Diese brauchen persönliche Zuwendung. Widmen Sie sich ihnen also im Rahmen der arbeitsfreien Zeit ganz bewusst. Alleinerziehende, die diesen Bonus der Zeiteinteilung nicht nutzen können, sollten, sofern möglich,  auf Unterstützung durch Freund*innen, Verwandte oder Nachbar*innen zurückgreifen. Planen Sie andernfalls Ihre Aufgaben für den nächsten Tag in der Form, dass Sie Zeiten mit den Kindern festlegen, in denen sie sich alleine beschäftigen. Dieses Zeitfenster kann von Ihnen für intensive Arbeitsphasen genutzt werden.

Priorisieren Sie Ihre Aufgaben

Setzen Sie sich in Ruhe mit der folgenden sehr wichtigen Frage auseinander: Welche Aufgaben müssen sofort erledigt werden, welche lassen sich gegebenenfalls in die ruhigen Abendstunden oder auch auf ein Zeitfenster am nächsten Tag verlegen? Wenn sie zusätzlich einen Puffer für unvorhergesehene Aufgaben einplanen, besteht am Ende des Tages weniger das Gefühl, nichts geschafft zu haben. Achten Sie nicht zuletzt darauf, dass Sie sich eine feste Uhrzeit für den Feierabend setzen und dann auch tatsächlich den Laptop zuklappen.

Strukturieren Sie den Familienalltag

Zusätzlich hilfreich ist eine Strukturierung des Familienalltags. Nehmen sie dabei Ihre Bedürfnisse als Eltern und die der Kinder gleichermaßen in den Blick, die sich bei genauer Betrachtung kaum voneinander unterscheiden. Erwachsene wie Kinder benötigen einen strukturierten und abwechslungsreichen Tagesablauf. Neben aktiven Spiel- und Bewegungsphasen beziehungsweise Arbeitsphasen sind feste Erholungs- und Ruhephasen für jeden Menschen wichtig. Räumen Sie allen Familienmitgliedern eine aktive Mitsprache an der Tages- und Wochenplanung ein. Die Kinder fühlen sich in ihren Bedürfnissen ernst genommen und entwickeln Verständnis für die Situation der Eltern. Darüber hinaus bietet der strukturierte Tagesablauf ihnen Sicherheit und Halt und ermöglicht es den Eltern, ihre Arbeitszeiten effektiver zu gestalten. Berücksichtigen Sie das Alter der Kinder mit Blick darauf, wie lang sie zum Beispiel die Phasen des eigenständigen Spielens halten und in welcher Form sie die Kinder in die Aufgaben des Haushalts einbinden, etwa das Zubereiten des Mittagessens.

Fazit

Nicht zuletzt sollten Sie sich bewusst machen, dass viele Eltern und auch zahlreiche Ihrer Kolleg*innen von den Einschränkungen in allen Bereichen des Lebens betroffen sind und Verständnis für Ihre Situation vorhanden ist. Sie sind nicht allein!

Wenn Sie weitere Anregungen, Beratung und praktische Tipps benötigen, wenden Sie sich gerne an uns.